E-Bike Akku-Pflege bei Diensträdern

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Tipps und Tricks für eine lange Lebensdauer Ihres Pedelecs

E-Bike Akku mit Motor. Akkupflege Tipps und Tricks für E-Bikes und Pedelecs

Sobald sich ein Arbeitgeber für ein Dienstrad-Leasing entschieden hat, haben viele Arbeitnehmer oft zum ersten Mal Berührung mit einem E-Bike oder Pedelec. Zu der anfänglichen Freude gesellt sich oft bei dem ersten Ladevorgang eine gewisse Unsicherheit im Umgang mit dem E-Bike Akku und dessen Pflege. Damit Sie mögliche Nutzungsfehler vermeiden und auch auf lange Sicht viel Spaß mit Ihrem Pedelec haben, gibt es hier einen kleinen Ratgeber, der für alle Einsteiger die wichtigsten Punkte der E-Bike Akku-Pflege zusammenfasst.

Kann man den E-Bike-Akku zwischendurch aufladen?

Die meisten haben bei der Nutzung von Geräten mit Akku gelernt, dass es schlecht ist, einen nur teilweise entladenen Akku zu laden - Stichwort: Memory Effekt. Da in modernen E-Bikes Lithium-Ionen-Akkus verbaut sind, gilt diese Regel hier nicht. Ein nur teilweise entladener E-Bike-Akku kann jederzeit nachgeladen werden.

Weitere Tipps:

  • Gerade wenn Sie längere Touren mit Ihrem Dienstrad zurücklegen wollen, ist es sinnvoll, wirklich jede Gelegenheit zu nutzen, um das E-Bike aufzuladen. Nicht dass ihnen auf halber Strecke der Saft ausgeht.
  • In der Betriebsanleitung Ihres E-Dienstrads können Sie nachlesen, wie viele Ladezyklen maximal möglich sind. Achtung: Hierbei handelt es sich um Voll-Ladezyklen. Zum Beispiel: Wird ein E-Bike-Akku fünfzig Prozent aufgeladen, ist das nur ein halber Ladezyklus.
  • Den Akku eines Dienstrads dürfen Sie nur mit dem originalen Ladegerät des Herstellers laden.
  • Der Ladevorgang des E-Bike-Akkus sollte nicht unbeaufsichtigt erfolgen.

 

Der E-Bike-Akku und die Temperaturen im Sommer/ Winter

Für den E-Bike-Akku bewegt sich die optimale Temperatur zwischen 15 und 20°C. Das ist im Sommer und im Winter aber nicht immer gewährleistet.

Ist es draußen sehr kalt oder sehr heiß, dann sollte der Akku immer mit nach drinnen genommen und erst kurz vor dem Antritt der Fahrt in das Dienstrad eingebaut werden. Alternativ kann auch eine spezielle Thermohülle für den Akku des Bikes eine gute Lösung darstellen. Die Hülle verhindert in kalten Monaten, dass der Akku zu sehr auskühlt und so seine Reichweite nachlässt.

Achtung:

  • Auch wenn Sie den Akku ihres Dienstrads gut pflegen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieser im Winter eine kürzere Reichweite hat.
  • Während des Ladevorgangs sollte die Umgebungstemperatur mindestens 0 Grad betragen.
  • Bei zu hohen Temperaturen sollten Sie den Akku ausbauen, um zu verhindern, dass dieser überhitzt.
  • Die Höchsttemperatur von 40 Grad Celsius darf nicht überschritten werden. Darum sollte der Akku niemals direkt in der Sonne liegen.
  • Bei Temperaturen über 59 Grad besteht außerdem die Gefahr, dass die Zellen der Lithium-Ionen-Batterie explodieren.

E-Bike-Akku Lagerung – Unsere Tricks und Tipps

  • Ist das E-Bike voraussichtlich eine längere Zeit nicht in Gebrauch, sollte der E-Bike-Akku außerhalb des Fahrrads gelagert werden. Dabei darf die Raumtemperatur weder zu warm noch zu kalt sein. Es ist sinnvoll, darauf zu achten, dass der Akku noch über eine Ladung zwischen 30 und 60 % verfügt. Manche Akkus können sich mit der Zeit nämlich selbst entladen.
  • Es empfiehlt sich bei eingelagerten E-Bike-Akkus den Ladezustand regelmäßig zu überprüfen um eine Tiefenentladung zu vermeiden und die Lebensdauer zu erhöhen.
  • Soll das Dienstrad per Fahrradträger mit dem Auto transportiert werden, ist es aus Sicherheitsgründen ratsam, den Akku außerhalb des Rahmens zu lagern. Im ausgebauten Zustand liegen die Kontakte des Akkus frei, sodass es zu einer versehentlichen Überbrückung kommen kann. Daher sollte darauf geachtet werden, dass sich keine metallenen Gegenstände in der Nähe des Akkus befinden.

 

E-Bike-Akku Gehäuse– Was hat es mit der Schutzart auf sich?

Auf allen E-Bike-Akkus ist eine Schutzart angegeben. Diese ist an dem Buchstabenkürzel IP zu erkennen. Dahinter stehen immer zwei Ziffern. Bei der ersten Nummer handelt es sich um die Angabe, wie gut der Akku gegen Fremdkörper geschützt ist. Anhand der zweiten Ziffer kann man sehen, wie empfindlich der E-Bike-Akku gegenüber Feuchtigkeit ist. Um Kontakt mit Wasser zu vermeiden, empfiehlt es sich den Akku vor der Reinigung des Dienstrads auszubauen. Das Gehäuse des Akkus sollte auf keinen Fall geöffnet werden.

 

 

Ist es möglich, einen E-Bike-Akku zu reparieren?

Nein, ist die Leistung eines E-Bike-Akkus nicht mehr ausreichend, muss er gegen einen Ersatzakku ausgetauscht werden. Eine Reparatur ist nicht möglich.

 

Was kann ich tun, damit mein E-Bike-Akku nicht immer so schnell leer ist?

Ein wichtiger Bestandteil in der Pflege des Akkus ist der richtige Umgang mit dem Pedelec. Als Fahrer haben Sie durch Ihre Fahrweise die Möglichkeit den Akku zu schonen und so deutlich längere Touren zurückzulegen.

  • Achten Sie auf die richtige Unterstützungsstufe. Je mehr Unterstützung gewählt wird, desto mehr wird auch der E-Bike-Akku belastet. Vermeiden Sie jedoch ein ständiges Wechseln der Stufen, da dies viel Leistung kostet und die Kapazität negativ beeinflusst.
  • Wählen Sie immer den richtigen Gang. Ist der Gang zu hoch, wird mehr Energie beim Anfahren benötigt. Für den Akku sind eine hohe Trittfrequenz und eine gleichmäßige Belastung einfach besser.
  • Achten Sie beim Gebrauch Ihres Fahrrads auch immer auf einen korrekten Reifendruck, denn das sorgt für einen geringeren Widerstand und der Akku hält länger.
  • Eine regelmäßige Wartung und Pflege des Dienstrads beim Händler ist Pflicht. So werden kleine Defekte schnell entdeckt, Verschleißteile erneuert und, wenn vom Hersteller vorgegeben, ein System-Update gemacht. All diese Maßnahmen sorgen dafür, dass das Rad rund läuft und die Batterie effektiver arbeiten kann.

 

Wenn Sie diese Tipps befolgen sind wir sicher, dass das Herzstück Ihres E-Bikes sich einer langen Lebensdauer erfreut und Sie viele Kilometer mit Ihrem Pedelec zurücklegen werden.

FOTO: © Luca Piccini Basile (canva.com)

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